Funktionelle Klauenpflege und Bestandsschnitt bei Rindern

Funktionelle Klauenpflege betrachtet nicht nur die Länge des Klauenhorns. Entscheidend sind Form, Belastung und die funktionellen Verhältnisse der Klaue.
Klauenpflege Gräubig führt planbare Bestandsschnitte für Milchvieh- und Mutterkuhbetriebe durch und kann relevante Befunde und Maßnahmen elektronisch dokumentieren.
Was bedeutet funktionelle Klauenpflege?
Bei der funktionellen Klauenpflege wird die Klaue nach fachlichen Kriterien beurteilt und entsprechend ihres tatsächlichen Pflegebedarfs bearbeitet.
Dabei geht es darum, funktionelle Belastungsverhältnisse zu berücksichtigen und Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Nicht jedes Tier und nicht jede Klaue benötigt dabei exakt dieselbe Bearbeitung. Erfahrung, Beurteilung und ein systematisches Vorgehen sind deshalb wesentliche Bestandteile professioneller Klauenpflege.
Was ist ein Bestandsschnitt?
Bei einem Bestandsschnitt werden planmäßig größere Tiergruppen beziehungsweise – abhängig vom Betrieb – der gesamte zur Pflege vorgesehene Bestand kontrolliert.
Damit ein solcher Termin effizient durchgeführt werden kann, werden Tierzahl, Tiergruppen, Ablauf und gegebenenfalls bekannte Problemtiere im Vorfeld abgestimmt.
Gerade in größeren Betrieben ermöglicht diese Planung eine verlässliche Integration der Klauenpflege in den Betriebsablauf.
Wann ist ein Bestandsschnitt sinnvoll?
Ein für alle Betriebe gleicher Zeitraum wäre zu einfach.
Haltung, Tiergruppe, Klauenzustand, bisherige Befunde und betriebliche Abläufe beeinflussen, wann eine erneute Kontrolle sinnvoll ist.
Deshalb betrachten wir Pflegeintervalle als betriebliche Planungshilfe und nicht als starre Vorgabe.
Gute Vorbereitung spart Zeit
Für einen reibungslosen Bestandsschnitt sollten Tiergruppen und Tierzahl vorab bekannt sein. Sichere und möglichst direkte Treibwege erleichtern den Zutrieb.
Hilfreich sind außerdem ein geeigneter Arbeitsbereich, ein verantwortlicher Ansprechpartner und – sofern vorhanden – Informationen zu bereits auffälligen Tieren.
Bei kontinuierlich dokumentierten Beständen können vorhandene Befunde zusätzlich für die Planung genutzt werden.
Dokumentation für die weitere Planung
Elektronisch dokumentierte Befunde machen sichtbar, welche Tiere bei vorherigen Terminen auffällig waren und wo eine Kontrolle oder Wiedervorstellung sinnvoll ist.
Damit wird die Dokumentation nicht nur zum Nachweis des Einsatzes, sondern zu einer Grundlage für die weitere Klauenpflege.
Wo die Klauenpflege endet
Nicht jeder Befund kann oder darf allein durch klauenpflegerische Maßnahmen versorgt werden.
Schwere, tiefergehende, akut entzündliche oder unklare Veränderungen gehören in tierärztliche Hände. Bei entsprechenden Befunden sollte deshalb eine tierärztliche Abklärung erfolgen.
Bestandsschnitt für Ihren Betrieb planen
Teilen Sie uns Tierzahl, Standort, gewünschten Zeitraum und – wenn bekannt – das bisherige Pflegeintervall mit.