Lahmheiten bei Rindern früh erkennen
Verändert eine Kuh ihr Gangbild, sollte dies nicht einfach bis zum nächsten regulären Bestandsschnitt unbeachtet bleiben.
Lahmheit ist ein Warnsignal und sollte möglichst früh erkannt, dokumentiert und fachlich beurteilt werden.
Tiere regelmäßig beobachten
Auffälligkeiten lassen sich besonders gut erkennen, wenn Tiere regelmäßig im normalen Betriebsablauf beobachtet werden.
Interessant sind beispielsweise Veränderungen gegenüber dem sonst gewohnten Bewegungsbild.
Entscheidend ist dabei nicht, anhand einer Beobachtung selbst eine Diagnose zu stellen. Vielmehr geht es darum, auffällige Tiere frühzeitig zu identifizieren.
Auffällige Tiere dokumentieren
Gerade bei größeren Beständen hilft eine einfache Dokumentation.
Festgehalten werden können beispielsweise:
- Tier-ID
- Zeitpunkt der Beobachtung
- sichtbare Auffälligkeit
- Ergebnis einer späteren Kontrolle
- durchgeführte Maßnahmen
- geplante Wiedervorstellung
Damit geht die Information nicht bis zum nächsten Klauenpflegetermin verloren.
Kontrolle im Klauenpflegestand
Ein auffälliges Tier kann anschließend gezielt kontrolliert werden.
Je nach Befund können Maßnahmen innerhalb des fachlichen Aufgabenbereichs des Klauenpflegers durchgeführt werden.
Bei schweren, plötzlich auftretenden oder unklaren Veränderungen ist dagegen eine tierärztliche Abklärung erforderlich.
Nachsorge nicht vergessen
Auch nach einer ersten Versorgung sollte das Tier weiter beobachtet werden.
Je nach Situation kann eine erneute Kontrolle erforderlich sein. Eine gute Dokumentation hilft dabei, solche Wiedervorstellungen zuverlässig einzuplanen.